Felix Vallotton

Crimes et Châtiments

 

Das Museum startet das Jubiläumsjahr mit einer etwas ungewöhnlicheren Ausstellung: 23 Originallithographien des schweizerisch-französischen Künstlers Félix Vallotton (1865-1925) werden aus dem Zyklus “Verbrechen und Straße” zur Schau gestellt. Auszug aus einem Pressebericht: Sigurd Marien und Hans Viardot von der Initiative Kunst und Kultur Kleines Wiesental (KuK) über Leben und Werk Vallottons und zogen auch einige interessante Vergleiche mit den Wiesleter Malern Friedrich Ludwig und Ernst Schleith. Wie diese sei auch Vallotton ein Einzelgänger und Eigenbrötler gewesen, habe zurückgezogen gelebt, teils unter schwierigen finanziellen Bedingungen, und zeitweise unter Depressionen gelitten. Als Vallotton eine Frau aus reicher Galeristenfamilie heiratete, fühlte er sich in diesem gesellschaftlichen Umfeld wie “im falschen Leben”. Mit Schleith, der sich selbst als “einsamer Wanderer” darstellte, verband Vallotton der akribisch genaue Stil, die geradezu fotorealistisch exakte Darstellungsweise. … Vallottons Bilder seien stets Gegenstand der Diskussion gewesen, erklärte Sigurd Marien, … . Vallotton habe dem Holzschnitt und der Lithografie einen völlig neuen künstlerischen Ausdruck weit über die Gebrauchsgrafik hinaus gegeben. Vom flächigen Stil und der Kontrastwirkung her erinnerten die Arbeiten an die bekannten Plakate von Henri Toulouse-Lautrec, und ein weiteres Vorbild sei Daumier gewesen. Marien hob die souveräne Beherrschung des Materials bei Vallotton hervor, seinen eigenen typisch Valloton’schen Stil, und den Humor, “bei dem einem das Lachen vergeht” – wie es einmal der Kunstkritiker Meier-Gräfe nannte. Scharf und treffend kommentiere Vallotton das Tagesgeschehen, und habe dabei immer “Partei genommen für die Schwachen und Unterdrückten”, so Marien. …